14. April 2013

Warum man das Original immer bevorzugen sollte

Hallo meine Lieben;
diejenigen unter euch, die mich regelmäßig lesen, werden wissen, dass ich in letzter Zeit vermehrt zu den Büchern in der Originalsprache greife, anstatt zu den Übersetzungen. In diesem Post möchte ich euch einige Argumente dafür bringen, warum die Übersetzungen einfach nicht an die Originalen herankommen.
Ich möchte zu eurem Verständnis auf meine Fremdsprachenkenntnisse zu sprechen kommen.
Kurz vorab, ich bin jetzt 15 Jahre alt und besuche zur Zeit die zehnte Klasse eines allgemeinbildenden Gymnasiums in Baden-Würtemberg (G8 - Zug).

Sprache
Umstände des Lernens
Level
Deutsch
Ab dem 7. Lebensjahr
sehr gut, fließend,  aber zu viele Ausdrucksfehler
Englisch
Meine ersten sieben Jahre Wohnort in den USA; spreche mit meinen Verwandten Englisch; Schulunterricht
Gut, eigentlich fließend, aber noch lange nicht so gut wie viele denken.
Französisch
4 Lernjahre
In Ordnung für meinen Hass auf diese Sprache
Latein
3 Stunden die Woche AG seit 4 Jahren
Latinumsprüfung am 17. April

Jetzt kennt ihr meine Sprachkenntnisse und es ist sicherlich eine gute Basis für die folgenden Argumente.
Das Lesen, bzw. Videos und andere Medien in einer Fremdsprache verbessert es die Sprachkenntnisse. Man lernt neue Vokabeln, Begriffe, Redewendungen und mit viel Geduld auch ein besseres Sprachgefühl und im Extremfall verbessert man sich von einer wackligen 3,5 in Englisch auf eine solide Zwei.

Ein großes Problem bei Übersetzungen ist einfach, dass die Sprachen teilweise sehr unterschiedliche Strukturen haben und Witze verloren gehen und bestimmte Wörter müssen dann von dem Übersetzter interpretiert werden, denn man kann meist Wörter auf viele unterschiedliche Art und Weise übersetzten und dabei muss der Dolmetscher, das Buch interpretieren und meistens sind es wirklich Kleinigkeiten, aber manchmal macht Kleinvieh auch Mist und man verpasst so viel und vielleicht bedeutende Unterbotschaften können verloren gehen.

Es gibt natürlich auch offensichtliche Vorteile, man muss nicht so lange auf die Bücher warten, den bis die Übersetzung dann rauskommt, dann kann es schon bis zu einem halben bis einem ganzen Jahr dauern. Vor allem sind die Taschenbücher aus irgendeinem Grund schnell draußen.
Zudem sind englische Bücher oft auch billiger, vielleicht nicht unbedingt im Einzelhandel, aber vor allem z.B. auf Amazon und anderen großen Online - Bücherhändlern.

Natürlich könnte man damit argumentieren, dass man hier in den deutschsprachigen Ländern in Bücherläden nicht eine große Auswahl an englischen Büchern in Buchläden hat wie an deutschen Bücher. Das stimmt natürlich, aber man kann genauso gut in der deutschen Abteilung stöbern und dann steht vorne immer ob es übersetzt worden ist oder eben nicht und sich anschließend bei Interesse das Original bestellen.

Natürlich muss man sich am Anfang erst ein bisschen daran gewöhnen auf Englisch zu lesen und man muss auch nicht gleich mit Shakespeare anfangen oder für ein Jugendbuch hochgestochene Literatur wie John Green beginnen, sondern mit einem einfacheren Buch wie The Summer I Turned Pretty von Jenny Hay. Aber es macht auch einfach Spaß, so denke ich.
Oder man kann z.B. ein Buch, dass man schon einfach auf Deutsch gelesen hat und es wiederlesen will, dass im Original tun.

Quelle = Books & Senses Blog
Zudem gibt es eine gute und schöne Challenges nämlich die Let´s read in English - Challenges von der Lisa. Ihren Blog kennen bestimmt die meisten und sind auch mit dem Prinzip bekannt. Letztendlich kann man sich inzwischen mehrere Module aussuchen und man muss Bedingungen erfüllen - natürlich sind die Bücher alle auf Englisch. Man kann z. B. sich 10 englische Bücher raussuchen, die man lesen will etc. Alle Informationen zur aktuellen Challenge findet ihr hier.

Man ist dann auch irgendwo ein bisschen stolz, wenn man es geschafft hat und man hatte am Anfang Schwierigkeiten.

Letztendlich möchte ich es euch allen, die sich noch nicht getraut haben ein Buch in einer Fremdsprache anzugehen, sagen, dass ihr es einfach ausprobieren sollt! Es macht Spaß und ihr habt nur Vorteile!

Ich weiß, dass ich mit diesem Post habe das Rad nicht neu erfunden. Es gibt einige Leutchen, die diese Argumente geschrieben haben, aber wenn einer sich vielleicht nur überlegt ein Buch auf englisch zu probieren, hat es sich voll gelohnt.

Yours sincerly,
Christine


Kommentare:

  1. Ich hab mir auch vorgenommen, mehr englische Bücher zu lesen, aber es macht mich immer ganz verrückt, wie langsam ich dann beim Lesen bin :// Ich les jetzt schon seit Februar oder so an An abundance of Katherines und bin noch nicht gerade weit...
    Naja, hab mir aber jetzt echt vorgenommen, das Buch bald wieder in die Hand zu nehmen :)
    Und ich mag diesen Post, der motiviert so schön zum Englisch lesen ^^ ;D

    Liebe Grüße
    Chrisi

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  2. Ich lese auch sehr gerne auf Englisch und kann deinen erwähnten Vorteilen nur zustimmen xD Am Anfang braucht man zwar noch etwas länger für die Bücher, aber wenn man erst ein bisschen drinnen ist, klappt das ganze ohne Probleme^^ Und die meisten unbekannten Vokabeln erschließen sich einem dann auch einfach aus dem Kontext^^ Ich habe mich sogar schon an ein einfaches französisches Buch gewagt, aber das war dann schon deutlich schwieriger. Aber ich denke, wenn ich das etwas öfter tun würde, würde das auch mit der Zeit sehr gut klappen^^

    Liebe Grüße,
    Filo

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  3. Ich lese auch sehr gerne auf englisch und nach Möglichkeit ziehe ich die Bücher auch vor. Aber manchmal eben auch nicht. Mein Englisch ist eigentlich sehr gut und ich habe keine Verstehensprobleme. Manchmal lese ich das Buch auch erst in Englisch und dann in Deutsch... oder andersrum... aber das nur selten.

    Oder ich fange eine Reihe auf Deutsch an, wenn dann aber die nächsten Teile noch nicht übersetzt sind, lese ich einfach auf ENglish weiter.

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  4. Toller Post, der verdient mehr Aufmerksamkeit! Ich lese grade mein erstes englisches Buch, aber ich habe die Befürchtung, dass ich den Schreibstil nicht wie sonst auch bewerten kann, weil ÜBERRASCHUNG, in Deutsch achte ich da viel mehr drauf ... Whatever, wie gesagt, schöner Post!

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Christine